Autohaus News

11.04.2018 - erster Borkener "Ausbilder-Stammtisch" im Autozentrum Ebber

Zum ersten „Ausbilder-Stammtisch“ kamen jetzt Vertreter von elf Borkener Firmen zusammen. „Es geht darum, sich kennenzulernen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und eventuell gemeinsam Strategien zu entwickeln“, sagt Sabine Hoffboll. Sie ist als Service-Assistentin im Autozentrum Ebber tätig und hat den Anstoß zu dieser neuen Gesprächsrunde gegeben. „Die Probleme sind quer durch die Branchen ähnlich“, ergänzt Georg Dillhage, Chef des Autohauses. Angesichts der derzeitigen Quasi-Vollbeschäftigung zeichne ich immer deutlicher ein Fachkräftemangel ab. Damit verbunden, hätten viele Betriebe inzwischen ihre Müh’ und Not, Ausbildungsplätze zu besetzen, bestätigte auch Thomas Deppen von der Handwerkskammer Münster. Er war am Mittwoch als Gastreferent bei der Gesprächsrunde in Borken. Ebenfalls vertreten war Katrin Damme von der städtischen Wirtschaftsförderung. 18 Azubis hat das Autozentrum an der Raesfelder Straße derzeit. Doch eine Lehrstelle als Kfz-Mechatroniker sei leer. Dafür gebe es nicht den einen Grund. Generell, so Dillhage, gelte, „zeitgemäßer an die Jugendlichen heranzukommen“. Man habe attraktive Berufe zu bieten, müsse diese aber stärker als bisher jugendgerecht präsentieren, beispielsweise in Online-Netzwerken. Auch das Verhältnis Azubi/Ausbilder müsse neu bedacht werden, etwa die Frage, wie Anerkennung, Wertschätzung, aber auch Kritik vermittelt werden. Besonders Handwerksberufe böten die große Chance, dass die Jugendlichen „etwas bewegen und gestalten und abends zufrieden nach Hause fahren können“, sagt Dillhage. Der Zuzug junger Flüchtlinge könnte ein Teil der Lösung sein. Allerdings sei das A und O der Sprach-Erwerb. Ausreichende Deutsch-Kenntnisse seien dann die Basis dafür, dass auch die beruflichen Fachbegriffe erlernt und verstanden werden können. Der Ausbilder-Stammtisch soll keine einmalige Veranstaltung gewesen sein. In etwa einem halben Jahr will man sich erneut zusammensetzen.

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